Staaten außerhalb der EU und des EWR

 

Ab Begründung des ordentlichen Wohnsitzes in Deutschland gilt ein solcher Führerschein grund-sätzlich für die Dauer von sechs Monaten. Danach wird der Führerschein nicht mehr anerkannt. Um in Deutschland auch nach diesen sechs Monaten ein Kraftfahrzeug fahren zu dürfen, benötigt man eine deutsche Fahrerlaubnis. Der ausländische Führerschein muss daher in einen deutschen Führer-schein umgetauscht werden. Die Voraussetzungen für den Erwerb der deutschen Fahrerlaubnis hängen davon ab, in welchem Land der Führerschein erworben wurde.

 

Hinweis:
Eine Verlängerung obiger 6-Monatsfrist ist möglich, wenn der Führerscheininhaber nachweisen kann, dass er den „ordentlichen Wohnsitz" nicht länger als 12 Monate im Inland haben wird.

 

 

Minderjährige Führerscheininhaber dürfen in Deutschland nicht fahren bzw. müssen die Umschreibung in eine deutsche Fahrerlaubnis beantragen. Auch Führerscheininhaber, die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben und sich nur vorübergehend als Touristen in Deutschland aufhalten, dürfen seit dem 1.7.2011 hier keine Kraftfahrzeuge mehr fahren.

 

 

Grundsätzlich sind die theoretische und praktische Prüfung (ohne Ausbildung) in Deutschland zu absolvieren. Davon gibt es aber länderabhängige Ausnahmen. Von der Ablegung einer Führerscheinprüfung in Deutschland sind Führerscheininhaber aus Nicht-EU-Mit-gliedsstaaten dann befreit, wenn im Ausstellerland die EU-einheitlichen Mindeststandards für die Prüfung sichergestellt sind. Es muss sichergestellt sein, dass der Inhaber auch unter den in Deutschland bestehenden Verkehrsverhältnissen in der Lage ist, ein Fahrzeug sicher zu führen. Die vorgelegten Dokumente müssen zudem zuverlässig und in geeigneter Weise nachprüfbar sein.

 

Das diese Voraussetzungen erfüllt sind, ist daran erkennbar, dass ein gegenseitiges Anerkennungsabkommen zwischen Deutschland und dem ausländischen Staat geschlossen wurde. Dieses führt zu Umschrei-bungserleichterungen für bestimmte Fahrerlaubnisklassen. Ob mit dem Land, in welchem Sie Ihren Führerschein erworben haben ein solches Abkommen besteht, können Sie der nachfolgenden Staatenliste entnehmen.
 

  • Staatenliste

    Eine Auflistung an derzeit bestehenden Abkommen finden Sie als pdf-Datei als Download

     

 

 

Für Führerscheininhaber aus Nicht-EU-Ländern, die nicht in der Staatenliste der Anlage 11 zu den §§ 28 und 31 FeV aufgeführt sind gilt, dass die deutsche Fahrerlaubnis nur aufgrund einer vollständigen theoretischen und praktischen Prüfung erteilt wird. Verzichtet wird je-doch auf eine Fahrschulausbildung nach der deutschen Fahrschüler-Ausbildungsordnung. Der Bewerber entscheidet somit selbst, ob und wann er prüfungsreif ist. Er muss aber bei der Prüfung von einem Fahrlehrer begleitet werden. Mit diesem Verzicht wird dem Umstand Rechnung getragen, dass die Bewerber bereits im Besitz einer ausländischen Fahrerlaubnis sind, die sie zum vorübergehenden (6 Monate) Führen eines Kfz in Deutschland berechtigt.

 

 

Der Antrag auf Erteilung der deutschen Fahrerlaubnis ist stets bei dem für den Wohnsitz des Kraftfahrzeugführers zuständigen Straßenverkehrsamt zu stellen (Fahrerlaubnisbehörde). Eine Frist für den Antrag besteht nicht. In dem deutschen Führerschein wird ein Vermerk aufgenommen, aus dem die Vorlage einer ausländischen Fahrerlaubnis ersichtlich ist. Der ausländische Führerschein wird von der deutschen Behörde an die Ausstellungsbehörde zurückgesandt oder in Verwahrung genommen. Ein Rücktausch ist nur bei Rückgabe der deutschen Fahrerlaubnis möglich. Soweit die Behörde vor der Ausstellung eines deutschen Führerscheins eine Klassifizierung der ausländischen Fahrerlaubnis verlangt, kann diese vom ADAC-Regionalclub, vorgenommen werden.