Führerschein aus EU- oder EWR-Staaten

Gültige Führerscheine aus EU bzw. EWR-Staaten berechtigen in Deutschland zum Führen eines Kraftfahrzeugs. Diese Führerscheine müssen nicht in ein deutsches Führerscheindokument umge-schrieben werden. Eine Umschreibung ist jedoch auf freiwilliger Basis möglich.

 

 

Der Umfang der Fahrberechtigung in Deutschland entspricht der des ausländischen Führer-scheins. Enthält die ausländische Fahrerlaubnis Beschränkungen oder Auflagen, so gilt dies auch für die Fahrberechtigung in Deutschland. Ein Überschreiten der ausländischen Fahrberechtigung stellt nach deutschem Recht ein strafbares Fahren ohne Fahrerlaubnis gemäß § 21 StVG dar.

 

 

Personen, die ihre ausländische Fahrerlaubnis noch nicht länger als 2 Jahre besitzen, unter-liegen nach ihrer Wohnsitzbegründung in Deutschland den deutschen Regelungen des Führerscheins auf Probe.


Was ist bei einem Führerscheinerwerb während eines Studiums oder Schulbesuchs zu beachten?

 

Bei einem Führerscheinerwerb während eines Studiums oder Schulbesuchs greift eine wichtige Ausnahmeregelung hinsichtlich des Wohnsitzes. Wer während eines ausschließlich dem Besuch einer Hochschule oder Schule innerhalb eines EU- oder EWR-Staates dienen-den Aufenthalts eine Fahrerlaubnis erwirbt, kann diesen Führerschein in Deutschland auch dann benutzen, wenn er seinen ordentlichen Wohnsitz zu diesem Zeitpunkt in Deutschland und nicht im Ausstellerland hatte.

Bei einem Auslandsaufenthalt ausschließlich zu dem Zweck einer solchen Ausbildung unter-stellt der Gesetzgeber den ordentlichen Wohnsitz weiterhin in Deutschland. Der Führer-scheininhaber muss sich aber mindestens 6 Monate zu diesem Zweck im Ausstellerland aufgehalten haben.

 

 

Die Einzelheiten zu diesem Problemkreis im Rahmen der Anerkennung von Führerscheinen aus EU- und EWR-Staaten finden Sie hier.