Vorübergehend in Deutschland

 

Ohne einen "ordentlichen Wohnsitz" in der Bundesrepublik Deutschland, kann man mit einem gültigen ausländischen Führerschein in Deutschland grundsätzlich unbefristet ein Fahrzeug der Klasse führen, für die die ausländische Fahrerlaubnis ausgestellt wurde. Auflagen und Beschrän-kungen des ausländischen Führerscheins gelten auch in Deutschland.

 

 

Inhaber von Führerscheinen, die nicht in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) oder einem anderen Vertragsstaat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) erteilt worden sind und die das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet haben, dürfen seit dem 01.07.2011 in Deutschland keine Kraftfahrzeuge mehr fahren.
 

 

 

Ja, ausländische Führerscheine müssen übersetzt werden. Eine Übersetzung und Klassifi-zierung kann beim ADAC erworben werden (kostenpflichtig).

Sofern Sie einen Internationalen Führerschein besitzen, ist keine Übersetzung erforderlich.

Wenn der Führerschein in einem Mitgliedstaat der Europäischen Union (EU) oder Vertrags-staat des Abkommens über den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) (Island, Liechten-stein, Norwegen) ausgestellt ist, benötigen sie keine Übersetzung des ausländischen Führerscheins.

Ausgenommen vom Übersetzungserfordernis sind zudem Führerscheine aus Andorra, Hongkong, Monaco, Neuseeland, San Marino, Schweiz und Senegal. Führerscheininhaber aus diesen Ländern können in Deutschland während der 6-Monatsfrist ein Kraftfahrzeug ohne Fahrerlaubnisübersetzung führen.

Bei englischsprachigen Führerscheinen wird zum Teil auf eine Übersetzung verzichtet. Hierzu gibt es aber keine bundeseinheitliche Empfehlung des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW). Deshalb raten wir Ihnen insoweit direkt die zuständige Führerscheinbehörde zu kontaktieren.

 

 

Einen "ordentlichen Wohnsitz" hat eine Person i.d.R. dort, wo sie über einen zusammen-hängenden Zeitraum von mindestens 185 Tagen wohnt. Voraussetzung ist, dass die Person wegen persönlicher und beruflicher Bindungen, eine enge Beziehung zum Wohnort nachweisen kann. Für die Berechnung dieser Frist ist entscheidend, dass die Person zum Wohnen berechtigt ist. Dies kann sich aus Eigentum, Miete oder auch Gefälligkeitsüber-lassung der Wohnung ergeben. Auch ein Hotelaufenthalt kann ausreichend sein. Es wird stets auf den sog. Lebensmittelpunkt abgestellt. Der ordentliche Wohnsitz besteht auch nicht erst dann, wenn eine Person in einem Staat 185 Tage gewohnt hat. Er besteht bereits dann, wenn der Aufenthalt mit der ernsthaften Absicht begründet wird, für einen zusammenhän-genden Zeitraum von mindestens 185 Tagen an dem betreffenden Ort zu wohnen (z. B. nach Aufnahme eines Arbeitsverhältnisses).

 

 

  • Wodurch kann die 185-Frist unterbrochen werden?

    Die 185-Tage-Klausel setzt einen zusammenhängenden Aufenthalt voraus. Dies ist jedoch nicht so zu verstehen, dass bei jeder kurzfristigen Unterbrechung des Aufenthaltes (z. B. einer kurzen Heimreise) die Frist neu beginnt. Ein vorübergehendes Verlassen des Aufent-haltslandes, gleich aus welchem Grund, führt nicht zu einer Unterbrechung der 185-Tage-Frist. Eine Höchstdauer der vorübergehenden Abwesenheit vom ständigen Aufenthaltsort, bei deren Überschreiten die Eigenschaft des ordentlichen Wohnsitzes entfällt, gibt es nicht.